Computerphobie........die Angst vor dem Computer!

Den bekannten Ängsten wie etwa Angst vorm Fliegen oder auch Angst vor Mathematik fügen Psychologen der Universität Florida jetzt eine weitere hinzu: die Computerphobie, die Angst vor dem Computer.

Die Psychologin Barbara Probert, die seit mehr als zehn Jahren über Angst vor Mathematik forscht, erklärt, daß beide Ängste - die vor der Zahlenwissenschaft und die vor dem Computer - ein ähnliches Bild zeigten und man sie psychologisch ähnlich behandeln könne.

Typisch sei, daß bei beiden Ängsten eine schlechte Erfahrung, ein schlechter Lehrer oder ein schlecht geschriebenes Lehrbuch schon ausreichten, um bei dem betreffenden Menschen den Gedanken festzusetzen, daß er/sie nicht für Mathematik bzw. Computer geeignet sei.

“Sogar gut gemeintes Necken kann schädlich sein," sagt Proberts Kollege Edward Delgado-Romero, ganz zu schweigen von regelrechtem Hänseln.

Zu den wichtigsten Behandlungsschritten der Computerphobie gehört den Psychologen zufolge die Herausarbeitung negativer Selbstbilder und die Erarbeitung eines freundlichen Umgangs mit sich selbst.

“Die Klienten sollen lernen zu sich so ermutigend zu sein wie zu einem Freund." sagt Probert. “Und zu einem Freund sagt man ja auch nicht: Du bist zu doof zum Lernen."

Ein anderer Behandlungsschritt besteht darin, daß der Klient lernt, am Anfang nicht zu hohe Erwartungen an sich zu stellen. Auch Leute, die jetzt geübte Inline-Skater sind, haben am Anfang wackelig in den Schuhen gestanden und so manchen Sturz gedreht.

Den Anspruch, den Computer in seiner Funktionsweise verstehen zu wollen, möchten die Psychologen ebenfalls zurückschrauben. Es sei zwar ganz natürlich, so Probert, wissen zu wollen, wie ein Computer arbeitet, aber es sei letztlich nicht notwendig. Man könne ja schließlich auch Auto fahren, ohne zu wissen, wie ein Auto funktioniert.

Sehr oft ist Computerphobie ein Generationsproblem. Heutige Kinder wachsen mit dem Computer auf, daher könnten sie mit dieser Technologie sicherer umgehen als Erwachsene, sagt Probert. Erwachsene hingegen fänden es sehr anstrengend, eine neue Technik lernen zu müssen. Sie seien daran gewöhnt, bereits in vielen Bereichen kompetent zu sein.

[Quelle: Doris Marszk, Sciencedaily]

http://www.psychologicus.de/newsticker/artikel.php?nummer=58

Quelle: Bild der Wissenschaft vom 1998-08-05 00:00:00
http://www.wissenschaft.de/bdw/ticker/tickerdetail.hbs?myrec=4155


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